Zuletzt aktualisiert am 18. Dezember 2024
Was ist ein Minijob?
Einen Minijob bezeichnet man auch als eine geringfügige Beschäftigung oder einen 556-Euro-Job. Dementsprechend liegt die Verdienstgrenze bei 556 Euro pro Monat. Diese Verdienstgrenze wird auf das ganze Jahr angerechnet und beträgt somit 6.672 Euro. Wird diese Verdienstgrenze eingehalten, bleibt der 556-Euro-Minijob – mit Ausnahme der Rentenversicherung – für den Minijobber in der Regel sozialversicherungsfrei.
Ein Minijob-Arbeitsvertrag ist auch unter den folgenden Namen bekannt:
- 556-Euro-Minijob Arbeitsvertrag
- Arbeitsvertrag für Minijob
- Arbeitsvertrag für Mini-Job 556 Euro
- Arbeitsvertrag für geringfügig entlohnte Beschäftigte
- Arbeitsvertrag für einen Minijob
- Arbeitsvertrag für geringfügig Beschäftigte
- Arbeitsvertrag für geringfügige Beschäftigung
- 556-Euro-Minijob Arbeitsvertrag mit Tarifbindung
- 556-Euro-Minijob Arbeitsvertrag ohne Tarifbindung
Neue Verdienstgrenze für Minijobs ab dem 1. Januar 2025
Am 1. Januar 2025 wird der deutsche Mindestlohn auf 12,82 Euro brutto pro Stunde erhöht. Gleichzeitig wird die Verdienstgrenze für Minijobs auf maximal 556 Euro pro Monat angehoben.
Welche Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es für einen Minijobber?
Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen zwei Arten von Minijobs:
- Geringfügig bezahlte Beschäftigung: Der monatliche Verdienst liegt bei maximal 556 Euro.
- Kurzfristige Beschäftigung: Das Arbeitsverhältnis ist auf nicht länger als drei Monate oder 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres begrenzt.
Ist dieser Minijob-Arbeitsvertrag für eine kurzfristige Beschäftigung geeignet?
Minijobs sind geringfügige Beschäftigungen und unterteilen sich in zwei Arten: 556-Euro-Minijobs und kurzfristige Minijobs (auch als kurzfristige Beschäftigungen bekannt). Beachten Sie, dass unsere Vorlage für einen MInijob-Vertrag nicht für kurzfristige Beschäftigungen, wie z.B. Saisonarbeit, geeignet ist.
Kann ein Minijobber mehrere Minijobs gleichzeitig ausüben?
Ja. in Minijobber kann mehrere Minijobs gleichzeitig ausüben. Allerdings darf er insgesamt aus diesen Beschäftigungen nicht mehr als durchschnittlich 556 Euro im Monat verdienen. Verdient er mehr, ist er in allen Beschäftigungen kein Minijobber.
Ist ein 556-Euro-Minijobber rentenversicherungspflichtig?
Alle Minijobber unterliegen seit 2013 der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Aber ein Minijobber kann sich von der Rentenversicherungspflicht auf Antrag befreien lassen.
Grundsätzlich kann ein Minijob-Arbeitsvertrag mündlich abgeschlossen werden. Gemäß § 2 Abs. 1 des NachwG muss jedoch der Inhalt des Arbeitsverhältnisses dem Arbeitnehmer schriftlich mitgeteilt werden. Neben der mündlichen Form ist der Vertrag auch in Schriftform oder Textform möglich.
Diese Vertragsformen sind wie folgt definiert:
Schriftform: Gemäß § 126 BGB muss ein schriftliches Dokument mit einer handschriftlichen Unterschrift des Ausstellers versehen sein.
Textform: In § 126b BGB ist die Textform geregelt. Eine lesbare Erklärung, die in dauerhafter Form, z. B. per E-Mail oder Fax, übermittelt wird, genügt. Eine handschriftliche Unterschrift oder elektronische Signatur ist nicht erforderlich, solange das Gesetz keine ausdrückliche Unterschrift verlangt.
In unserer Vertragsvorlage können Sie zwischen diesen beiden Formen wählen, je nachdem, welche für Sie am besten geeignet ist.
Zu beachten ist, dass die Textform nicht für alle Arbeitsverhältnisse anwendbar ist. So bleibt die Schriftform insbesondere für befristete Minijob-Arbeitsverträge erforderlich. Zudem regelt § 2a des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes (SchwarzArbG) Ausnahmen von der Textform, etwa im Baugewerbe oder in der Gastronomie. Bitte prüfen Sie, ob die Anwendung der Textform auf Ihren Arbeitsvertrag möglich ist.
Welche Voraussetzungen müssen für die Übermittlung in Textform erfüllt sein?
Für die Übermittlung in Textform müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Das Dokument muss dem Arbeitnehmer uneingeschränkt zugänglich sein und in einer Weise gespeichert sowie ausgedruckt werden können.
- Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Arbeitnehmer zur Erteilung eines Empfangsnachweises aufzufordern.
Welche rechtlichen Bestimmungen enthält unsere Minijob-Arbeitsvertrag-Vorlage?
Unsere Vorlage ist gemäß § 2 Abs. 1 NachwG, den relevanten Bestimmungen des BGB, den Vorschriften des BEG IV, des SBGG und anderen einschlägigen Gesetzen in Übereinstimmung und wird bei jeder gesetzlichen Änderung aktualisiert.
Der Inhalt unserer Minijob-Arbeitsvertrag-Vorlage gestaltet sich wie folgt:
- Gegenstand des Vertrages (Beschäftigungsart, mit oder ohne Tarifbindung)
- Gleichstellungsklausel
- Beginn oder Dauer des Arbeitsverhältnisses (mit den Optionen: unbefristeter Minijob, zeitlich befristeter Minijob oder zweckbefristeter Minijob)
- Tarifvertrag (optional)
- Betriebsvereinbarung (optional)
- eventuell Wechsel der Tätigkeit und des Arbeitsortes
- Arbeitszeit, Ruhepausen, Überstunden, Kurzarbeit
- Probezeit (optional)
- Geringfügige Beschäftigung
- Tätigkeit
- Wechsel der Tätigkeit und des Arbeitsortes
- Arbeitszeit, Ruhepausen und Kurzarbeit
- Vergütung (zur Auswahl Stundenlohn oder Monatsgehalt)
- Sonderzuwendungen (optional)
- Geschäftsreisetätigkeit und Kosten (optional)
- Fortbildung (optional)
- Dienstwagen (optional)
- Betriebliche Altersversorgung (optional)
- Abtretung von Vergütungsansprüchen
- Vergütungsfortzahlung bei persönlicher Verhinderung
- Angaben zur Person
- Verhalten am Arbeitsplatz
- Verschwiegenheitspflicht
- Wettbewerbsverbot
- Rechte an Arbeitsergebnissen
- Datenschutz
- Anzeige- und Feststellungs- bzw. Nachweispflichten bei Krankheit
- Gehaltsfortzahlung bei Krankheit
- Urlaub
- Kündigung
- Kündigungsschutzklage
- Altersgrenze und Renteneintritt
- Zusätzliche Vereinbarung (optional)
- Ausschlussfrist
- Vertragsform (mit Optionen: Schriftform oder Textform)
- Änderungen und Ergänzungen
- Salvatorische Klausel
- Hinweis auf Meldepflichten bei der Agentur für Arbeit
- Schlussbestimmungen